Kaltes Herz

 

2019

von Volker Schmidt

 

Theater Phönix, Linz.

 

 

Regie/Bühne Volker Schmidt Kostüme Luisa Wandschneide  Licht Ingo Kelp  Musik Micha Kaplan Dramaturgie Silke Dörner

Mit: Kathrin Beck, Nadine Breitfuß, Markus Hamele, Adrian Hildebrandt, Saskia Klar, Alexander Ritter

 

VIDEO

 

 

 

Stückrechte  bei
Felix Bloch Erben Verlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Munk hat große Erwartungen ans Leben. Der Job in der Schokoladenfabrik ist sicher, aber auf Dauer zermürbend. Das Leben bei der Mutter bequem, aber auf lange Sicht auch glücklos. Sein Herz schlägt für Lisbeth von der Supermarktkasse. Und sein Puls steigt beim Anblick der großen Villen am Stadtrand und der bunten Werbeplakate in der Fabrik. Dort gehört er hin, zu den anderen, zu denen, die es geschafft haben, ihre Träume zu verwirklichen.

Munk kündigt kurz entschlossen den Job, kommt auf mysteriöse Weise zu Geld, und plötzlich steht ihm die Welt offen: große Firma, dickes Auto, Glück im Spiel und bei den Frauen. Munk gerät in schlechte Gesellschaft, die neuen Freunde haben nicht immer die besten Ratschläge und der Erfolg zerrinnt so schnell wie er gekommen ist. Auch eine Reise um die Welt lässt ihn das Glück nicht finden, als bankrotter Mann kehrt er in die Heimatstadt zurück. Dort wartet schon der nächste Verführer auf ihn und das schnelle Geld an der Börse. Es ist ein einsamer und kalter Weg, den Peter Munk gewählt hat, auf dem ihm nicht nur Freunde und Familie abhanden kommen.

In Anlehnung an „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff hat Volker Schmidt die ganz unmärchenhafte Entwicklungsgeschichte eines Menschen vom armen Träumer zum herzlosen Unternehmer geschrieben und stellt dabei die Frage nach der Vereinbarkeit von Empathie und Ökonomie, von idealistischem Traum und wirtschaftlichem Erfolg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das starke Stück Theater geht die Konsequenzen der Ökonomisierung bis zum Ende und entfaltet eine Wucht, die nachwirkt.”
OÖN

 

Kreative Bühne und wandlungsfähige Schauspieler machten den Abend zum Erfolg. … Saskia Klar ist als Lisbeth ein Höhepunkt dieser „Märchenstunde”, bei der es einem kalt den Rücken hinunterläuft.
Krone

 

Adrian Hildebrandt legt daraufhin in der Hauptrolle einen beeindruckenden Parforceritt vom Unglück der Armut bis zum Unglück des Reichtums hin.
Falter