kolhaaz (wir sind überall)

 

2017

von Volker Schmidt

 

Nach Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist sowie An unsere Freunde vom „Unsichtbaren Komitee“

 

Eine Produktion der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien  in Kooperation mit dem Schauspielhaus.

 

Schauspielhaus Wien

 

 

Regie Volker Schmidt Bühne Volker Schmidt/Johannes Weckl Kostüme Svenja Gassen Musik Jacob Suske
Dramaturgie Karoline Exner

 

Mit Florian Appelius, Deniz Baser, Katharina Farnleitner, Felix Kreutzer, Naemi Latzer, Valentin Postlmayr, Katharina Stadtmann und Anna Woll

 

 

VIDEO

 

 

 

 

 

 

 

 

Gibt es in unserer Gesellschaft die Möglichkeit der Rebellion? Und wenn ja, wie könnte sie aussehen? Dieser Frage geht Volker Schmidt gemeinsam mit Schauspielstudierenden der MUK nach. Dabei bedienen sie sich der Geschichte des Rosshändlers Michael Kohlhaas, die uns Heinrich von Kleist in der gleichnamigen Novelle erzählt, sowie des pamphletartigen Textes An unsere Freunde des „Unsichtbaren Komitees“. Dieses anonyme Autorenkollektiv, bekannt geworden durch Der kommende Aufstand, beschreibt anhand der Aufstände der letzten Jahre den Beginn jeder Rebellion als reines, unverdorbenes Moment gemeinschaftlicher Unmittelbarkeit. Michael Kohlhaas will ebenso nichts anderes, als dass das ihm angetane Unrecht gesühnt wird. Damit entfacht er einen Aufstand, der das ganze Land erfasst. In Volker Schmidts Zusammenführung der beiden Texte wird die Geschichte des Michael Kohlhaas in das heutige Wien verlegt, anhand des öffentlichen urbanen Raumes wird die Frage nach Selbstbestimmung in einer von Institutionen und Privatfirmen durchorganisierten Lebensrealität gestellt: Wie lange kann eine aus Rebellion entstandene Gemeinschaft bestehen, bevor sie korrumpiert, politisch vereinnahmt oder ideologisch unterwandert wird?

 

 

 

 

 

 

kolhaaz (wir sind überall) ist eine großartige Satire. (…) Volker Schmidt und seine Schauspieler packen gekonnt ihre gute Laune und ihre Spiellust in diesen Felsbrocken Wahrheit.

Mottingers Meinung

 

kohlhaaz (wir sind überall)” erweist sich als gewitztes Polit-Theater. (…) Schmidt versteht es, Themen auf den Punkt zu bringen, ohne polemisch an ihnen kleben zu bleiben. Er ist kein Fanatiker, verherrlicht nicht den Furor der Straße. Wer aber ins rasante Spiel hineinhorcht, erfährt manches über die Generation Z, die politisch wacher ist als viele glauben.

Die Presse

 

Tadellos (..) spielt das junge Ensemble, besonders natürlich charakterisiert Postlmayr. 

Der Standard

 

… Auch die übrigen sieben Jung-Darsteller zeigen in der 90-minütigen Aufführung unter der einfallsreichen Personenführung von Regisseur Schmidt Spielfreude und durchaus achtbare Leistungen.

Wiener Zeitung